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Software AG untergewichten 04.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Software AG-Aktie (WKN 724264) mit "untergewichten".
Europas größter Hersteller von Systemsoftware sei weltweit in über 70 Ländern mit 30 Niederlassungen und 90 Vertretungen präsent. Durch den Zusammenschluss mit SAGA Systems sei die Marktposition vor allem auf dem amerikanischen Kontinent deutlich ausgebaut worden. Zu den traditionellen Produkten zählten Datenbank-Managementsysteme, Lösungen zur Integration komponentenbasierter Unternehmensanwendungen sowie Plattformen zur Entwicklung von E-Commerce Lösungen. Mit Tamino habe das Unternehmen den ersten XML-gestützten Informationsserver für das e-business auf den Markt gebracht. Verschiedene mit IBM und HP abgeschlossene Kooperationsverträge eröffneten zudem neue Vertriebswege.
Die kürzlich bekannt gegebenen Umsatzzahlen für das 3. Quartal 02 seien mit 114,8 Mio. Euro (-19% gegenüber dem Vorjahr;-7% gegenüber dem Vorquartal) unerwartet schlecht ausgefallen. Die Lizenzerlöse aus den Stammprodukten im Bereich Enterprise Transaction hätten sogar um 45% gegenüber dem Vorjahr (29% gegenüber dem Vorquartal) abgenommen. Der Preisdruck in der Dienstleistungssparte habe sich zudem merklich verstärkt. Dem Erlösruckgang sei mit Einsparmaßnahmen (Personalbereich, Auftragsvergabe an Dritte) zum Teil erfolgreich begegnet worden.
Die EBITDA-Marge sei infolgedessen um 2%-Punkte gegenüber dem Vorquartal auf 12,9% gestiegen (Vorjahr: 20,9%). Während die Vorquartale vor allem von SAP SI-Anteilsverkäufe (31,6 Mio. Euro) geprägt gewesen seien, sei der Gesellschaft im 3. Quartal die Rückkehr in die operative Gewinnzone gelungen (5,6 Mio. Euro). Das DVFA-Ergebnis habe 0,18 (9-Moante: -0,70; Vorjahr: 0,28) Euro betragen.
Auf Basis der derzeitigen Auftragsbestände sei im laufenden Quartal mit keiner Nachfragebelebung zu rechnen. Haupterlösquelle dürfte weiterhin der Dienstleistungsbereich sein. Nicht zuletzt aufgrund der im Lebenszyklus bereits weit fortgeschrittenen Stammprodukte sei im Lizenzgeschäft nicht vor Ende nächsten Jahres mit einem leichten Aufschwung zu rechnen. Der technologische Vorsprung der Gesellschaft im E-Business-Bereich sollte sich angesichts ressourcenstarker Mitbewerber (IBM, Microsoft) bis dahin allerdings weiter verringern. Zwar erscheine das Papier auf dem derzeitigen Niveau angemessen bewertet.
Angesichts fehlender Impulse ist jedoch, so die Analysten von Helaba Trust, vorerst weiterhin mit einer unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der Software AG-Aktie zu rechnen.
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